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Abgerechnet wird zum Schluss

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2019-10-15

Dression und Arbeitsplatz

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Depression ist eine Krankheit die von vielen totgeschwiegen wird. In der Hoffnung, dass die Depressionen wieder vergehen. Dies ist aber ein Trugschluss. Denn Depressionen sind ein ständiges Kommen und Gehen von Schüben. Aber wie kann man sich als betroffene Personen am Arbeitsmarkt behaupten? Dies ist ein ganz schwieriges Unterfangen, je nachdem wie stark die Depression ist. Weil in der Regel ist es doch so, dass man bei einen Depressionsintervall so gut wie nicht mehr arbeitsfähig ist. Deshalb werden auch so gern die Anzeichen einer Depression unter den Tisch gekehrt. Denn wenn erstmal der Arbeitgeber und die Kollegen davon wissen, wird es in der Regel schwer für den für den depressiven Mitarbeiter.

Nach meinen Erfahrungen kenne ich kaum Leute die verstehen können was es bedeutet depressiv zu sein. Oftmals kommen die Sätze: Stell dich nicht so an, wir sind alle gestresst. Oder man wird als verrückt erklärt. Für die Betroffenen ist dies eine ganz schwierige Situation. Allzu schnell wird man als faul Arbeitsunwillige und so weiter abgestempelt. Dann auch noch die Angst den Arbeitsplatz zu verlieren treibt die Betroffenen in pure Verzweiflung. Man versucht immer weiter zu machen aber irgendwann spielt der Körper nicht mehr mit. Krankheitssymptome treten auf. Es kommt zu Konzentrationsstörungen und Wahrnehmungsstörungen. Schmerzen der Gliedmaßen, Schwindelgefühle, Kopfschmerzen,  erbrechen bisschen zu Epilepsie, alles ist möglich. Ich bin keine Ärztin aber ich spreche aus eigener Erfahrung.

Wenn diese Symptome erst einmal eintreten, ist es ganz schwierig es zu verbergen. Und wenn man es sich dann erst einmal eingestanden hat, dass man ein Problem hat und nun glaubt es werde besser, dem sei gesagt, jetzt geht’s erst richtig los. Wenn was es heutzutage heißt nicht mehr leistungsfähig zu sein, das brauche ich wohl an dieser Stelle nicht mehr zu erklären. Wenn man dann auch noch ein alter Jenseits der fünfzig hat, dann hat man ein richtiges Problem. Wenn man die Politik hört, dass ältere Menschen gebraucht werden, frage ich mich ob diese überhaupt noch am Puls der Bevölkerung teilnehmen. Denn der Arbeitsmarkt sieht doch ganz anders aus! Mich hatte mal ein Personalberater angerufen und wollte sich über verschiedene Kollegen informieren. Er hatte mir aber gesagt es dürfte keine fünf vorne dran stehen. Ich war damals so um die 40 und hatte mir gedacht, was kommt denn da wohl auf mich zu. Eigentlich hatte der Personalberater damals nur das gesagt was heute gang und gebe ist.

Zu dieser Zeit war ich schon von Depressionen geplagt und hatte es mir aber noch nicht eingestanden. Zu der Zeit konnte ich es noch gut vertuschen. Zudem hatte ich ja noch das Problem mit der Transgeschlechtlichkeit. Diese hatte ich ja auch noch versucht geheimzuhalten. Da war ja der völlige Zusammenbruch auf kurz oder lang vorprogrammiert. Aber ich habe mir gedacht es geht halt irgendwie immer weiter. Das denken wohl auch viele so und egal welcher Beweggrund zur Depression führt, dass Ergebnis ist immer bescheiden.

Bei mir ist der Zug jetzt abgefahren und ich versuche mich damit auch nicht zu belasten. Meine Motivation liegt eher da drin andere zu bestärken, Frühzeichen zu erkennen und sich dieser Krankheit offen zu stellen. Denn Depressionen sind, wenn sie früh genug behandelt werden, zu heilen. Nach meinen Erfahrungen kann ich sagen, dass es besser ist so früh wie möglich sich seinen Problemen zu stellen. Und ja ich hatte genug Probleme und hatte mich nicht gestellt. Das Ende war, dass mich alle Probleme eingeholt haben….

Admin - 13:21:57 @ Kurzmitteilungen, Transgender Frau | Kommentar hinzufügen

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