Unter Geschlechtsidentitätsstörung versteht man das starke und anhaltende Gefühl, dass das anatomische Geschlecht und das innere Selbstverständnis einer Person als männlich, weiblich, gemischt, neutral oder sonstiges (Geschlechtsidentität) nicht miteinander übereinstimmen. Dieses Gefühl der Unstimmigkeit verursacht bei der betroffenen Person erhebliches Leid oder beeinträchtigt die Lebensweise der Person beträchtlich. Transsexualität ist die extremste Form der Geschlechtsidentitätsstörung.

Eigentlich mag ich den Begriff Geschlechtsidentitätsstörung überhaupt nicht. Das hört sich so negativ an! Ich finde das Transsexualität keine Krankheit ist, sondern vielmehr die Summe der negativ Erlebnisse die aus der Transsexualität resultieren und ein Krankheitsbild ergeben. Wie dem auch sei, fühlen sich einige Betroffene als eine Laune der Natur. Gefangen in einem Körper in der mit dem inneren erlebten nicht übereinstimmend. Dieses Gefühl der Nichtübereinstimmung ist erst dann eine Störung, wenn das Leid so groß ist um den Alltag nur schwer bis gar nicht bewältigen kann. Nicht selten kommt es zu Depressionen, Angstzuständen und erhöhte Reizbarkeit.

Auf die Dauer kann der Leidensdruck so hoch sein, dass dieser körperliche bzw gesundheitliche Schäden hervorruft. Vor allem ältere Menschen in die versucht haben diesen Leidensdruck über Jahrzehnte zu unterdrücken sind oftmals geprägt von chronischen Depressionen und Angstzuständen. Transsexualität ist nach dem heutigen Kenntnisstand nicht therapierbar. Deshalb bin ich der Meinung, dass sich Betroffene und deren Umfeld zu früh wie möglich mit dem Thema auseinanderzusetzen um Spätfolgen zu vermeiden. Dazu sollte man fachärztlichen Rat hinzuziehen oder vielleicht sogar über Selbsthilfegruppen. In meinem Fall war mein Hausarzt die erste Adresse und dieser konnte mir dann in der weiteren Suche nach fachkundigen Ärzten weiterhelfen.

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