Das in Deutschland alles langsam geht in der digitalen Welt ist keine Neuheit. So geht manches in der Medizin noch so langsam wie in den 80er Jahren als die Schreibmaschine noch Hochkonjunktur hatte.

Nun sollte man meinen, dass wenn man zur Behandlung bei einem Psychologen oder Psychiater ist bei Bedarf ein Befund zeitnah ausgehändigt wird. Dies sollte in der heutigen Zeit eigentlich kein Problem mehr sein, wenn die Daten vom Patient oder Patientin welche Zahl abgespeichert sind. Aber so einfach geht es nicht. Erst kürzlich habe ich lediglich eine Bestätigung gebraucht dass ich in psychologischer Behandlung bin. Diese Bestätigung brauchte ich bezüglich der impf Priorisierung für eine Impfung gegen covid-19. Im Prinzip wäre das ganz einfach gewesen, wenn ich von meinem Arzt meinen angefragten Befund bekommen hätte, den ich Anfang November 2020 angefragt habe. Diesen habe ich allerdings bis heute nicht erhalten. Ich werde von Termin zu Termin immer wieder vertröstet, dass ich diesen demnächst in meinem Briefkasten habe. Da ich nun schon seit sechs Jahren dort in Behandlung bin, wollte ich diesen Befund für meine Unterlagen haben damit diese auf den aktuellen Stand sind. Schließlich braucht man so etwas auch, wenn man gesundheitlich angeschlagen ist für diverse andere Arztbesuche.

Aber noch mal zurück zu der Bestätigung für die Impfung. Mir wurde vom Impfzentrum mitgeteilt, dass ich nun endlich einen Impftermin machen dürfte. Diesen habe ich auch gemacht! Jetzt brauchte ich nur der Vollständigkeit halber eine Bestätigung dass ich in psychologischer Behandlung bin. Ich habe gedacht das darf kein Problem sein, da ich schließlich seit sechs Jahren in Behandlung bin. Aber da habe ich die Rechnung ohne die psychologische Einrichtung gemacht. Ich habe bei meinem Arzt angerufen und habe der Helferin mitgeteilt worum es ging und was ich benötige. Ca 2 Stunden später bekam ich dann wieder den Rückruf der Helferin aus der Verwaltung, welche mir dann mitteilte dass diese Bescheinigung nur ein Arzt ausstellen darf und mein Arzt nun krank ist. Ich erklärte ihr dann dass ich kein Gutachten brauche sondern lediglich eine Bestätigung dass ich Patientin bin. So etwas habe ich in der Vergangenheit bei Bedarf auch schon von dem endokrinologischen Zentrum oder vom Neurologen und Hausarzt bekommen. Also damit möchte ich sagen, dass dies ändern Orts kein Problem ist. Aber so etwas ist wohl ganz anders wenn man in psychologischer Behandlung ist.

Wie dem auch sei war die Dame nicht in der Lage eine Bestätigung auszudrucken, dass ich in ihrem Hause Patientin bin. Sie verwies mich an meinen Hausarzt und meinte dass dieser die Bestätigung für die Impfung ausstellen sollte. An dieser Stelle möchte ich noch mal erwähnen, dass ich in Behandlung bin weil ich extrem schlecht mit Stress umgehen kann und bei Stress in eine Depression kommen kann. Man könnte vermuten dass eine psychologische Einrichtung oder psychiatrische Einrichtung darüber Bescheid wissen sollte. Bei meinem Hausarzt angekommen, teilte mir die Helferin am Empfang mit dass es kein Problem sei mir einen Patienten Verlauf auszudrucken. Scheinbar haben die Helferinnen bei einem Hausarzt oder sonstigen Fachärzten mehr Kompetenzen als in einer psychologischen Einrichtung. Mittlerweile war ich aber schon so fertig, dass ich unbedingt noch zum Arzt wollte um sicher zu sein dass dies auch reicht. Als mein Hausarzt das Zimmer betrat finde ich schon an zu weinen. Dieser übernahm dann die Arbeit der psychiatrischen bzw psychologischen Einrichtung und berührte mich erstmal. Er sagte dieser Patienten Verlauf würde ausreichen und ich brauchte mich nicht zu sorgen. Aber natürlich habe ich mich wieder gesorgt. Schließlich kommt man in so eine Spirale wenn man depressiv ist. Allerdings habe ich in all den Jahren gelernt mit einer depressiven Phase umzugehen und relativ schnell wieder heraus zu kommen Punkt mit relativ schnell meine ich dass so etwas ungefähr ein bis zwei Tage dauert. In den 1 bis 2 Tagen und geht dann nicht viel bei mir. Das ist bei vielen depressiven Menschen so.

Letztendlich habe ich meine Impfung gegen covid-19 bekommen und das was mir mein Hausarzt mitgegeben hat hat völlig ausgereicht. Allerdings verwundert mich, das vor allem in Zeiten einer Pandemie eine Fach Einrichtung nicht in der Lage ist eine Bescheinigung auszustellen, dass man dort Patientin ist. So etwas sollte möglich sein auch wenn der behandelnde Arzt krank ist. Zudem gibt es in dieser Einrichtung noch einige andere Ärzte und Psychologen, welche so etwas in Vertretung doch sicherlich machen könnten. Ich bin jetzt schon gespannt was mein Arzt mir dazu beim nächsten Termin sagen wird.

Fazit: Braucht man was vom Psychologen oder Psychiater brauchst du Nerven wie Stahl!

(Dieser Text wurde mit einem Sprachassistenten geschrieben und eventuelle Fehler bitte ich zu entschuldigen)

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